Arbeitsproben

„Wir sind der größte underdog aller zeiten“

David Wagner ist mit Huddersfield Town in die Premier League aufgestiegen – und gehört plötzlich zu den Großen der Branche. Im Interview spricht er über die wichtigsten Entscheidungen seines Lebens, die zwei Pappnasen aus Deutschland und seine Vorfreude auf Jürgen Klopp.

[Frankfurter Allgemeine Zeitung]


Aus Fans wurden Kunden

In den Stadien der Premier League sitzen alle und niemand macht einen Mucks, heißt es. Was ist dran am Klischee der darbenden englischen Fankultur? Zu Besuch beim FC Arsenal.

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Mister Shakespeare und die ganz große Bühne

Schlagartig war der Zauber verpufft. Während der spektakulären Saison 2015/16, an deren Ende Leicester City Meister der Premier League wurde, glorifizierten Fans und Medien diesen Klub als Gegenentwurf zum eisenharten Fußball-Business. Als einen Verein von liebenswürdiger Schrulligkeit, der den arrivierten Titelkandidaten der englischen Liga ihre Fehlbarkeit vor Augen führte. Der mit Spielwitz und Teamgeist den Mechanismen dieses Milliarden-Geschäfts wacker die Stirn bot. Und in dessen Sturm mit Jamie Vardy ein echter Kerl spielte, der noch vor wenigen Jahren als Amateur mit elektronischer Fußfessel auf buckeligen Bolzplätzen kickte. Doch nach der Meister-Saison kamen die Probleme.

[Frankfurter Allgemeine Zeitung]

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Der Klub ist tot, lang lebe der Klub!

Weil die Besitzer ihren Verein verpflanzten, gründeten Fans den FC Wimbledon neu. 14 Jahre später steht der Klub erstmals vor seinem künstlichen Zwilling.

Es ist Anfang Oktober, der zwölfte Spieltag in der League One, dritthöchste Spielklasse im englischen Fußball. Ein paar Siege, ein paar Unentschieden und Niederlagen, nichts Außergewöhnliches – eigentlich. Aber plötzlich überschlagen sich in den sozialen Netzen die Schlagzeilen. Der „Guardian“, eine der größten Nachrichtenseiten in England, berichtet erregt von einem „historischen Meilenstein“. Und Fußballromantiker überall auf der Insel wischen sich melancholisch-entrückt die Freudentränen aus den Augen. Was ist passiert?

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Hammers ohne Heimat

Der Umzug ins neue Stadion hat die Fans von West Ham United gespalten. Wegen eines Problems, das im alten Stadion noch unter der Hand geklärt wurde.

Fünf Kilometer Richtung Westen. Weiter muss man nicht gehen, um vom Upton Park zum London Stadium zu gelangen. Aber für die Fans von West Ham United muss sich dieser Weg anfühlen wie die Reise in eine andere Welt. Upton Park, das war 112 Jahre lang die Heimat dieses Vereins und seiner Anhänger. Das war tiefes Ostlondon – staubige Straßen, hupende Autos, morsche Fassaden, Kioske, Imbissbuden und Pubs, in die sich Fans der Gastmannschaften nur als Mutprobe hineinwagten. Und wegen seiner Geschichte und seiner besonders unter Flutlicht berüchtigten Atmosphäre war Upton Park vor allem eins: Ein Relikt englischer Fankultur, wie sie früher einmal war.

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Celtic steht voran

Seit der neuen Saison gibt es im Celtic Park etwas, wovon Fans in ganz Großbritannien träumen: Stehplätze. Die Mehrzahl der Klubs in England und Wales würde gerne mitziehen – doch noch steht ihnen das Gesetz im Weg.

Auf dem Podest vor den Blöcken 110 und 111 stehen die Capos der „Green Brigade“. Mit dem Rücken zum Spielfeld schmettern sie durch Megafone Kommandos in die Menschenmenge vor ihnen, stimmen einen Gesang nach dem anderen an, animieren die Fans zum Singen und Klatschen. Rechts neben ihnen drischt ein Trommler im schwarzen Kapuzenpullover beidhändig auf sein Instrument ein. Das Orchester: eine Meute in Grün und Weiß, etliche Fahnen, Doppelhalter, Transparente. Sie singen, sie klatschen, sie hüpfen – und sie stehen. Und das alles tun sie, ohne dass sie von Ordnern zur Mäßigung ermahnt werden. Eine Freiheit, die in Großbritanniens Spitzenfußball nur die Fans von Celtic Glasgow genießen.

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Die Zeit der Helden ist vorbei

Mats Hummels wird im Sommer von Borussia Dortmund zum FC Bayern München wechseln. Für viele BVB-Fans fühlt sich das an wie ein gebrochenes Versprechen. Aber ist Vereinstreue im Business Profi-Fußball überhaupt noch zeitgemäß?

Der Fußball tickt heute anders als noch vor ein paar Jahrzehnten. Er ist zu einem Business geworden, dessen Hauptakteure, die Spieler, nicht mehr die krummbeinigen Schnauzbartträger aus dem Nachbardorf sind, die ihre ganze Karriere bei einem einzigen Verein spielen, sondern international gefragte und hochbezahlte Arbeitnehmer.

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Aufstand in England

So laut wie jetzt haben englische Fans seit zwei Jahrzehnten nicht mehr für ihre Interessen gestritten. Das Beispiel Liverpool zeigt, dass sie etwas bewegen können. Der Zeitpunkt war noch nie so günstig.

Liverpools Anfield, West Hams Upton Park, Manchester Uniteds Old Trafford: Die Stadien der Premier League werden von deutschen Fans als Pilgerstätten des Fußballs verehrt. Umgekehrt blicken englische Fans sehnsüchtig auf die Stadien der Bundesliga. Stehplätze, Choreos, intensiver Support – Dinge, die während der letzten zwanzig Jahre aus dem englischen Fußball verdrängt wurden. Schuld daran ist nach Ansicht vieler Fans das gesetzliche Verbot von Stehplätzen seit der Katastrophe von Hillsborough. Wegen der absurden Ticketpreise können viele es sich zudem nicht mehr leisten, ins Stadion zu gehen. Die Atmosphäre, die den englischen Fußball einst berühmt machte, lebt heute nur noch in den Köpfen derer, die schon dabei waren, als er noch für jeden erschwinglich war. Aber es gibt noch Hoffnung.

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„Niemand kennt uns? Ist uns doch egal!“

Die Fans von Dulwich Hamlet helfen Flüchtlingen, sind gegen Diskriminierung und pflegen eine Freundschaft mit Altona 93. Der „Guardian“ nennt sie Hipster, aber das wollen sie nicht hören.

dulwich hamlet reportageEast Dulwich, London, an einem Dienstagabend im Oktober. Am Ende eines riesigen Parkplatzes leuchtet hellrot der Name eines noch größeren Supermarktes. Nur vereinzelt fahren Autos vorbei, es ist windig. Vor dem Eingang des „Champion Hill“-Stadions, das kaum ein paar Meter von dem Supermarkt entfernt steht, laufen Fußballspieler in Trainingsanzügen und Badelatschen umher. Sie grüßen freundlich, wenn sie nicht gerade auf ihre Smartphones schauen. Hier, rund zehn Kilometer südlich des Chaos in der Megacity, trägt der Dulwich Hamlet FC seine Heimspiele aus, Isthmian League, Liga sieben. Plötzlich eine kehlige Männerstimme: „Du musst der Deutsche sein. Sahst so verloren aus, da dachte ich – The Hell! – versuch ich’s einfach mal.“ Jack grinst. Sein Händedruck ist fest, im Gesicht trägt er einen üppigen Vollbart, die Haare auf dem Kopf sind kurz rasiert. Am Daumen der rechten Hand steckt ein breiter Ring, im linken Ohrläppchen ein schwarzes Piercing. Dazu Schuhe, als käme er direkt von der Waldarbeit.

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